iDocs im Visier – Indirekte Nutzung sorgt wieder für Gesprächsstoff

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Seit Monaten ist das Thema Indirekte Nutzung ein heißes Eisen, mit dem niemand so recht weiß umzugehen. Dabei dreht sich die Diskussion meist darum, was indirekte Nutzung konkret bedeutet und was nur eine einfache Informationsanreicherung des SAP Systems ist. Ein Statement zur iDocs-Nutzung bringt die Diskussion in eine neue unerfreuliche Runde …

Neue Informationen heizen die Diskussion um indirekte Nutzung weiter an

Die letzten Wochen berichteten wir immer wieder über neue Informationen in Bezug auf die Indirekte Nutzung. Sei es durch eine scheinbare Verbindung mit Salesforce oder die Bedeutung von technischen Usern. Jetzt gibt es wieder einen kleinen, aber nicht unbedeutenden Informationsfetzen mehr.

iDocs-Nutzer aufgepasst!

Aus einer Diskussion im DSAG Blog ist ein Standpunkt der SAP bekannt geworden, der Beachtung finden sollte: Ein SAP-Mitarbeiter argumentierte, dass bereits das automatische Starten eines iDocs indirekte Nutzung bedeutet. Dabei ist es ganz egal, ob die Daten noch von einem lizenzierten Mitarbeiter weiterverarbeitet werden oder völlig automatisch durch das SAP laufen. Diese Information dürfte für die meisten SAP User äußerst brisant sein, da man beim elektronischen Datenaustausch zwischen SAP-Systemen nicht um eine Nutzung von iDocs herumkommt.

Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass jede Information, die automatisch in das SAP System gelangt, dann indirekte Nutzung wäre. Sei es über Fax, E-Mail, Batch input, iDoc oder ähnliches.

Wie sollte man mit diesem Fakt umgehen?

Nach wie vor ist das Thema indirekte Nutzung zwar heiß diskutiert, aber dafür kaum definiert. Bis auf ein mageres Statement der SAP, dass die Informationsbereitstellung aus dem SAP keine indirekte Nutzung ist, ist eigentlich nichts klar festgelegt.
Nun gilt es wohl festzustellen, ob die in der Blog-Diskussion geäußerte Meinung des SAP Mitarbeiters eine eigene oder die offizielle Meinung der SAP ist. Sollte das offiziell sein, muss eine tiefere Diskussion erfolgen, ähnlich der Diskussion der Third Party Foundation Nutzung.
Wir empfehlen betroffenen Usern, die Hilfe der DSAG einzufordern um Klarheit zu schaffen. Die SAP sollte zudem offiziell einen einheitlichen Standpunkt definieren, am Besten in Zusammenarbeit mit der DSAG.
Bis dahin sollten SAP User überlegen, ob es nicht besser ist, iDoc unterstützte Prozesse vorübergehend einzustellen und manuell weiterzuarbeiten. Denn die Engine-Kosten zur Auftragsanlage stehen oftmals in keinem Verhältnis zum Benefit der Schnittstelle.

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