Erneuter Kurswechsel bei SAP? – User-Lizenzvergabe soll nun auf der Grundlage von Berechtigungen erfolgen

Wie unter anderem die Computerwoche berichtete, will SAP nun eine Lizenzbedingung anwenden, die zwar schon lange in den Preis- und Konditionslisten (PKL) enthalten ist, bis jetzt aber noch nicht in dem Maße genutzt wurde: Die User-Lizenzvergabe auf Grundlage von Berechtigungen.

Der Hintergrund

Bisher war es in der Lizenzpraxis meist üblich, sich bei der Auswahl der Lizenzen nach den Funktionen der User zu richten. Logischerweise gab es deswegen bei geringem Funktionsumfang auch die günstigste Lizenz. Dieses Kaufverhalten möchte SAP nun ändern. Der Plan: Zukünftig soll sich der Lizenztyp aus dem Umfang der Funktionen ergeben, die ein User nutzen könnte. Seine Berechtigungen legen dabei fest, welche Funktionen ein User innerhalb des SAP-Systems aufrufen kann. Diese Berechtigungen werden anhand von Berechtigungsrollen abgebildet, die den jeweiligen Usern zugeordnet sind.

Ist die Vorgehensweise wirklich so neu?

Tatsächlich ist die Variante, seine User nach Berechtigungen zu lizenzieren gar nicht so neu. Bereits heute haben sich SAP und einige Kunde darauf geeinigt, diese Methode anzuwenden. Allerdings benötigt man dafür ein sehr klares und optimiertes Berechtigungskonzept, um in einem solchen Fall nicht drauf zu zahlen.

Die Lizenzvergabe nach Berechtigung ist also kein neuer Sachverhalt. Was allerdings neu ist, ist SAPs Kehrtwende, nur noch nach den Berechtigungen zu gehen. Ob diese Vorgehensweise letztendlich rechtlich durchsetzbar ist, wagen wir jedoch zu bezweifeln.

Mit einem Tool für alle Arten der Lizenzvergabe gewappnet

samQ ist für diese Art der Lizenzierung schon lange gerüstet und bietet im Customizing die Lizenzschlüsselvergabe nach Berechtigungsrollen an. Ebenso ist es mit samQ bereits möglich, Rollen vergebene, aber in der täglichen Arbeit gar nicht genutzte Inhalte zu identifizieren – eine Steilvorlage für die Korrektur vorhandener Rollen.

Und weil wir Steilvorlagen auch gerne gleich selbst verwandeln, befindet sich der “setQ RD”, unser Rollen Designer gerade in Arbeit. setQ RD ist ein Bestandteil unseres Produktes setQ, welches die Vergabe von Berechtigungen unterstützt. Damit kreieren Sie aus bestehenden Rolleninhalten und tatsächlicher Nutzung neue, auf Sie angepasste Rollen. Zudem können Sie damit alte Rollen korrigieren und diese auch wieder verteilen.

Beim Rollendesign findet ein permanenter Abgleich mit einer Tabelle zu kritischen Kombinationen auf Objektebenen statt. Dadurch wird ausgeschlossen, Berechtigungen zu verteilen, die nicht erlaubt sind. Im ersten Schritt wird es sich hier um genutzte und ungenutzte Transaktionen handeln, im zweiten Schritt wird diese Optimierung auch auf die restlichen Objekte über Trace-Auswertungen realisiert.

Mit samQ sind Sie also in jedem Fall bestens gerüstet. Auch, falls sich die doch recht zweifelhafte Idee, nach dem zu lizenzieren, was berechtigt wurde, flächendeckend durchzusetzen lässt.

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