ASUG Interview: SAPs Digital Access aus Lizenzexperten-Sicht

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Selten hat es ein SAP Thema geschafft, Unternehmen derart lange umzutreiben wie die indirekte Nutzung. Lange wurde auf konkrete Informationen von SAP gewartet, aber jetzt wo es sie gibt, scheint trotzdem noch nicht alles klar zu sein.

Im Interview mit ASUG, der amerikanischen SAP User Group erklärt unser Lizenzexperte Sebastian Schoofs, was SAP-Kunden jetzt beachten müssen.

Nach langem Hin und Her über die indirekte Nutzung und einem Gerichtsurteil mit einer Strafe in Millionenhöhe im letzten Jahr, stieg die Verunsicherung auf Seiten der SAP-Kunden ins Unermessliche.

Im April 2018 gab es dann endlich Neuigkeiten in Sachen indirekter Nutzung (bzw Digital Access). SAP stellte ihr neues, ergebnisorientiertes Modell vor, das auf 9 Arten von Dokumenten-Typen basiert. Darauf folgte erst einmal Erleichterung. Ab November 2018 sollen diese Dokumente nun automatisch bei der Lizenzvermessung entdeckt werden. Es bleiben also nur wenige Monate, um sich einen Überblick über seine Lizenzlandschaft zu verschaffen. Jetzt stehen SAP-Kunden wieder vor der Frage: Was soll ich tun?

Digital Access – wohin geht die Reise?

Zum einen ist das neue Modell ein erster Schritt in die richtige Richtung: ein transparenter und ganzheitlicher Ansatz der Lizenzierung. Der Haken: Diese Vorteile zeigen sich vor allem bei neuen Kunden. Für bestehende Kunden birgt das neue Modell weiterhin einige Herausforderungen.

SAP bietet drei Optionen:

1. Möglichkeit: Den alten Vertrag behalten und nichts unternehmen.
2. Möglichkeit: Lizenztausch – SAP Nutzer behalten Ihren bestehenden Vertrag und fügen eine Ergänzung hinzu, die die indirekte Nutzung klar regelt.
3. Möglichkeit: Vertragsumstellung in Verbindung mit einer Migration (innerhalb des alten Systems oder S/4HANA).

Egal, welche der Optionen Kunden wählen, es ist wichtig, dass sie sich im Vorfeld einen genauen Überblick über ihre Lizenzen verschaffen. Am besten nutzen Sie dafür die richtige Software oder den Rat von Lizenzexperten.

Verwerfen Sie die Idee des Lizenztauschs nicht zu schnell! Diese Option eignet sich hervorragend, um sogenannte shelfware (also Lizenzen, die Sie nicht mehr benötigen) gegen neue Lizenzen einzutauschen und damit Probleme im Bereich der indirekten Nutzung zu beheben.

Das Wichtigste ist, über seine Lizenzen Bescheid zu wissen. Ein erster Schritt ist dieses Interview. Erfahren Sie, wie Sie sich auf die neue Lizenzvermessung ab November 2018 vorbereiten können, was hinter der Trennung des Sales und Audit-Teams bei SAP steckt und an wen Sie sich bei Problemen wenden können.

Sehen Sie hier das komplette (englischsprachige) Video „A License Management Expert’s Perspective on SAP’s New Licensing and Audit Practices“.

 

Ein Interview von Ann Marie Gray (VP, Content) von ASUG und Sebastian Schoofs.

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