Neuer Ansatz bei Lizenzierung der indirekten/digitalen Nutzung – SAP startet Initiative „Empathy with Customers“

Share this article

Facebook
Google+
Twitter
LinkedIn

Walldorf, Deutschland. Nach monatelangen Spekulationen und wiederkehrenden Gerüchten hat SAP jetzt das bisher größte Update zur viel diskutierten Lizenzierung von indirekter Nutzung veröffentlicht. Dies geschah als Reaktion auf den zunehmenden Druck der weltweiten SAP-Anwendergruppen und zweier jüngster Kartellrechtsbeschwerden. Jetzt hat SAP also sein Lizenzmodell überarbeitet – und das mit überraschendem Ergebnis! Beim neuen Ansatz zur Lizenzierung der indirekten Nutzung steht nun ganz klar der Kundennutzen im Vordergrund. Kunden können jetzt aktiv ihre Integrationen von Drittanbietern zu Geld machen.

Kritik am bisherigen Lizenzierungsmodell

Bisher gab es eine immer wiederkehrende Kritik am aktuellen Indirect/Digital Access-Modell: Die Kunden wurden plötzlich aufgefordert, zusätzliche Lizenzgebühren zu akzeptieren und zu zahlen. Dabei wurden diejenigen Lizenzen völlig außer Acht gelassen, die sie über die Laufzeit ihres SAP-Einsatzes erworben hatten. Damit waren viele Unternehmen plötzlich mit deutlich höheren Gebühren im Rahmen von SAPs Lizenzmodell „Business Documents“ konfrontiert. Dieses basiert auf Dokumenten in SAP-Systemen, die über Schnittstellen von Drittanbietern erstellt wurden.

Lizenzierte SAP-Benutzer, die direkt auf die Standard-SAP-Funktionalität zugreifen, während sie Anwendungen von Drittanbietern mit Backend-Anbindung an SAP verwenden, mussten nach dem alten Modell zweimal lizenziert werden – sowohl für eine Named User-Lizenz als auch für indirekt erstellte Belegpositionen. Ein weiterer Nachteil: die Erkennungsmethode für Geschäftsdokumente von SAP hat die jährlichen Verbrauchszahlen deutlich höher eingeschätzt.

Endlich liegt der Fokus wieder auf den Kunden

Nach dem neuen Modell von SAP erhalten Kunden nun flexible Gutschriften in Form von niedrigeren Wartungskosten oder Auszahlungen für Dokumente, die indirekt innerhalb von ECC oder S/4HANA für die Nutzung von verbundenen Drittanwendungen erstellt wurden. Das neue Rückerstattungsprogramm von SAP beginnt ab einer Summe von 0,50 $ pro erstelltem Dokument. Weitere Bonuszahlungen folgen, wenn man die Grenzen von einer Million und zehn Millionen übersteigt.

Für Unternehmen, die mehr als eine Million Geschäftsdokumente innerhalb von SAP indirekt generieren, kann dies eine Reduzierung der jährlichen Wartungskosten um 500.000 $ bedeuten. Auf Nachfrage erklärte SAP, dass dieser neue Ansatz vom Wunsch inspiriert ist, den Trend zu einer deutlichen Überlizenzierung des Kundenstamms umzukehren und Innovationen zu fördern.

Neues Programm „Beneficial Utilization of Licensed Software, HANA, and Interface Technologies (BULSHIT)“

SAP teilte mit, dass auch weiterhin der jährliche Dokumentverbrauch der Kunden überprüft wird. Weiterhin hat sich der Walldorfer Konzern dazu verpflichtet, ihre ungenaue Zählweise beizubehalten. Damit ist es für Kunden noch einfacher, die zehn Millionen-Marke für die Bonuszahlungen aufgrund überhöhter Messungen zu erreichen. Im Rahmen dieser lang erwarteten Überarbeitung des Lizenzmodells hat SAP schließlich den Ansatz für die Indirect Access-Gebühren an die Unternehmenspolitik des „Empathy with Customers“ angepasst. Das neue Programm trägt den Titel „Beneficial Utilization of Licensed Software, HANA, and Interface Technologies (BULSHIT)“ und wird Ende dieses Monats veröffentlicht.

 

In einem entsprechenden internen Memo forderte SAP alle internen Teams auf, den 1. April von nun an als Fake News Day zu bezeichnen. Wir informieren Sie natürlich, sobald zusätzliche Informationen verfügbar sind.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.