SAP IdM: Tot gesagte leben länger!

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Nach der SAP TechEd 2018 kippte die Stimmung der Kunden in Bezug auf SAP IdM endgültig. Immer mehr bestehende Kunden fragten sich, ob weiter investieren und SAP IdM weiter betreiben sollen. Potentielle Kunden fragten sich, ob SAP IdM Zukunft hat. In zahlreichen Berichten führender Analysten wurde das Produkt als Underdog und Underperformer bezeichnet. In der Kritik standen veraltete Technologien wie Web Dynpro und auch die Tatsache, dass es weder eine klarer Roadmap noch Informationen über die weitere Entwicklung des Produktes gab.

Mitte des Jahres 2019 hatte die DSAG eine Umfrage gestartet, mit dem Ziel, die Zufriedenheit mit SAP IdM zu bewerten und herauszufinden, was die Kunden über das aktuelle SAP IdM Release 8.0 denken. Die Antworten zeigten einen alarmierenden Trend. Die aktuelle Version wurde schlechter bewertet als die Vorgängerversion. Die Teilnehmer hatten auch das Gefühl, dass SAP geöffnete Tickets absichtlich mit großen Verzögerungen bearbeitet. Wirklich Aufschluss gab dann die letzte Frage „Ist SAP IdM ein Produkt mit Zukunft?“. Diese Frage wurde von 74% der Befragten mit „Vielleicht“ beantwortet.

Im Oktober 2019 wendet sich dann das Blatt. Am 7. Oktober kündigte die DSAG an, dass die Ergebnisse der Umfrage in einem Webinar vorgestellt werden. Dieses Webinar wurde gemeinsam mit dem SAP IdM Produktmanagement veranstaltet. Hier die wichtigsten Aussagen zusammengefasst:

  1. SAP wird sich verstärkt auf den Support des Produkts konzentrieren und die Qualität deutlich verbessern. Dazu wird es  regelmäßige Schulungen zwischen dem primären Support und den Entwicklungsteams geben.
  2. SAP IdM wird wieder in das Programm “Continuous Influence” aufgenommen. Damit können die Kunden wieder darüber abstimmen, welche Funktionen wichtig sind und welche mit den nächsten Releases kommen sollen.
  3. Der Support für das Produkt wurde bis 2024 verlängert.
  4. Die Teams von SAP IdM und GRC werden in Zukunft noch enger zusammenarbeiten. Ziel ist eine solide Cloud-Lösung zu entwickeln, die als Nachfolger der On-Premise-Lösung benannt werden kann. Mit ausgewählten Kunden werden Szenarien für einen Migrationspfad von SAP IdM in die Cloud entwickelt und bewertet.
  5. SAP wird kein von Grund auf neues Frontend für das On-Premise-Produkt entwickeln sondern auf bestehende Partnerangebote zurückgreifen.
  6. Die DSAG wird den Dialog mit SAP fortsetzen.

Damit wird SAP IdM in naher Zukunft das führende On-Premise-Produkt für hybride und On-Premise-Landschaften bleiben. Und es wird sicher noch viel Zeit vergehen, bis Cloud-Services wie IAG, IAS und IPS vollständig in ein leistungsfähiges IAM-Cloud-Produkt integriert sind.

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