Smart Contracts mit der Blockchain

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Einige Einsatzmöglichkeiten für die Blockchain-Technologie haben wir Ihnen schon in vergangenen Blog-Beiträgen vorgestellt. Aber wussten Sie auch, dass im Zusammenhang mit der Blockchain häufig der Begriff Smart Contracts fällt? In diesem Blog-Beitrag erklären wir Ihnen, was hinter den Smart Contracts steckt.

Was sind Smart Contracts?

Man kann Smart Contracts als Computerprogramme verstehen, die nach dem „Wenn-Dann“-Prinzip ablaufen. Also zum Beispiel „Wenn Datum A erreicht ist, dann überweise die Rechnung in Höhe von B an Firma C“.

Jetzt stellt man sich die Frage, warum man dies mit der Blockchain-Technologie und Smart Contracts realisieren sollte. Der Einsatz macht dann Sinn, wenn man den Mittelsmann (Intermediaries) überflüssig machen möchte und kann.

Viele von Ihnen haben sicherlich schon mal von Crowdfunding-Plattformen gehört oder diese selbst genutzt. Nehmen wir mal an, Sie wollen auf Kickstarter ein Projekt mit einer Summe X unterstützen. Wird das Finanzierungsziel erreicht, dann zieht Kickstarter die fälligen Geldbeträge der einzelnen Unterstützer ein und überweist das Geld, abzüglich der fälligen Provision, an den Leiter des Projektes.

Setzen wir das Ganze als Smart Contracts um, dann würden wir Kickstarter als Mittelsmann eliminieren. Unterstützer könnten ihr Interesse direkt beim Projekt anmelden. Auch hier wäre die Zielsumme nach einer gewissen Zeit erreicht oder auch nicht. Das Programm würde dann die Summe entweder überweisen oder eben nicht.

Smart Contracts – Pro und Contra

Wie bei allen Technologien und Prozessen gibt es auch bei Smart Contracts immer ein Pro und Contra. Zu den Vorteilen der Smart Contracts gehört der Wegfall des Mittelsmannes. Dies senkt die Kosten. Außerdem kann das Programm die zugrunde liegenden Bedingungen sofort auswerten; dadurch verkürzt sich die Bearbeitungszeit. Durch die Kombination der Smart Contracts mit der Blockchain-Technologie, können alle beteiligten Parteien den Code und die Transaktionen selbst prüfen. Das macht den ganzen Prozess transparenter und sicherer.

Natürlich gibt es aber auch Nachteile. Gibt es in einem Smart Contract einen Fehler, so bleibt dieser für immer bestehen. Das liegt daran, dass man in der Blockchain die Daten für immer persistiert und diese nicht mehr ändern kann. Um dies zu ändern, müsste man im Smart Contract die Möglichkeit vorsehen, zu einem neuen und korrigierten Smart Contract zu wechseln. Eine Interaktion mit einem Smart Contract ist außerdem nicht so einfach möglich.

Es gibt also sowohl Vor- als auch Nachteile für Smart Contracts. Lassen Sie uns ein paar konkrete Fälle ansehen, um den direkten Einsatz der Technologie besser zu verstehen.

Smart Contracts für Finanzdienstleister

In der Finanzbranche können Smart Contracts helfen, Finanztransaktionen effizienter und sicherer zu erledigen. Anders als in einem offenen System, kann ein Finanzdienstleister den Blockchain-Knoten selbst kontrollieren und Zugangsberechtigungen an Broker, Kunden oder weitere Partner vergeben.

Als Beispiele dienen hier zum Beispiel Devisengeschäfte oder die Kreditvergabe, die mit manuellem Aufwand und dem Austausch von Dokumenten verbunden sind. Hier könnte eine Blockchain-App, die Smart Contracts abwickeln kann, helfen, den Aufwand drastisch zu reduzieren und die Prozesse zu beschleunigen. Neben Finanzdienstleistern kommen auch Prozesse in der Versicherungs- oder Leasingbranche als Kandidaten für Smart Contracts in Frage.

Smart Contracts als Gamechanger im Sport

Vertragsmanagement ist eine der Kerntätigkeiten von professionellen Sportorganisationen, wie zum Beispiel Fußballvereinen. Jeder Athlet in jeder Liga und Sportart, egal ob Profi oder Amateur muss heute einen Vertrag unterscheiben. Diese Verträge sind komplexe Konstrukte, in denen es nicht nur um das Gehalt und gegebenenfalls Bonuszahlungen für einen Athleten geht, sondern auch Verhaltensrichtlinien oder sogar Anforderungen an das Aussehen bei öffentlichen Auftritten.

Profivereine müssen jede Saison dutzende Verträge mit Athleten, Agenten, Beratern, Familienmitgliedern oder privaten Sponsoren aushandeln. Hierbei sind verschiedene Abteilungen in den Vereinen involviert. Dazu gehören das Controlling, Human Resources oder die jeweilige Abteilung des Vereins (Fußball, Basketball, …).

Der aktuelle Prozess in den meisten Profivereinen läuft immer noch mit den klassischen Papierverträgen, die gefaxt oder als Email-Anhang verschickt werden. Diese Transaktionsprozesse sind weitestgehend ineffizient und fehleranfällig. Zudem erfordern sie viel Zeit und Energie, wenn man Veränderungen nachvollziehen oder diese konsolidieren möchte.

Über Smart Contracts in der Blockchain kann man sämtliche Vertragsdaten oder Transaktionsinformationen erfassen. Diese stehen dann allen Beteiligten in Echtzeit zur Verfügung. Hier entfallen die Zwischeninstanzen, die einen Vertrag verifizieren oder beglaubigen müssen. An dieser Stelle wollen wir nicht im Detail auf ein solches System eingehen, aber alle Beteiligten können, sobald eine Einigung über den Vertrag erzielt wurde, den Vertrag von ihrem Desktop oder Mobile Device digital unterschreiben. Dann kann das System sogar nach der Vertragsunterzeichnung ohne externe Eingriffe durch einen Buchhalter oder Treuhänder Vertragsklauseln umsetzen.

Das System könnte dann in Sekundenschnelle tausende von Informationsquellen überprüfen und die Vertragsbedingungen automatisch und sofort ausführen. Ein konkretes Beispiel hierzu ist die Zahlung von Boni. Hat der Spieler eine definierte Anzahl von Spielen absolviert, zahlt das System die Bonuszahlungen an den Spieler aus.

Fazit

In vielen Bereichen gibt es Möglichkeiten Smart Contracts mit Hilfe der Blockchain umzusetzen. Wichtig ist es hierbei, seine Use Cases zu definieren und diese dahingehend zu überprüfen, ob sie geeignet für eine Umsetzung mit der Blockchain-Technologie sind.

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